Jeff Bezos erklärt, dass Meinungen, die die freie Marktwirtschaft in Frage stellen, nicht mehr willkommen sind bei der Washington Post

Jeff Bezos erklärt, dass Meinungen, die “freie Märkte” in Frage stellen, beim Washington Post nicht mehr willkommen sind

Jeff Bezos, der Eigentümer der Washington Post, hat angekündigt, dass die Meinungssektion der Zeitung sich fortan auf die Unterstützung und Verteidigung von persönlichen Freiheiten und freien Märkten ausrichten wird. Diese Ankündigung stößt auf Kritik, da Bezos in der Vergangenheit politisch motivierte Entscheidungen getroffen hat, die seinen persönlichen Interessen entsprachen. So hat er beispielsweise die Unterstützung von Kamala Harris vor den Wahlen zurückgezogen, was zu über 250.000 gekündigten Abonnements führte. Zudem hat Bezos Geld an Donald Trump und dessen Inauguration gespendet.

Die Entscheidung von Bezos wird als weiterer Schritt in der rechtsgerichteten Ausrichtung der Tech-Aristokratie nach der Wahl betrachtet. Kritiker werfen Bezos vor, seine eigenen ideologischen Überzeugungen über die Unabhängigkeit der Zeitung zu stellen. Bezos hatte zuvor betont, dass die Washington Post eine glaubwürdige und unabhängige Stimme sein müsse, um sich von der Flut an irreführenden Online-Inhalten abzuheben. Die Ankündigung von Bezos wird als Widerspruch zu seinen früheren Aussagen angesehen und als ein weiterer Beweis für seine persönliche Agenda interpretiert.

Es wird erwartet, dass die Auswirkungen dieser Entscheidung spürbar sein werden, insbesondere für die Meinungsautoren der Zeitung. Einige Stimmen in der Branche befürchten, dass diese Entscheidung einen negativen Einfluss auf die Redaktion haben könnte. Die unabhängige und unvoreingenommene Arbeit der Nachrichtenredaktion der Washington Post bleibt jedoch unverändert, wie der Executive Editor Matt Murray betont. Die Washington Post plant, verlorene Abonnenten durch den Fokus auf ihre Star-Reporter und Kolumnisten zurückzugewinnen.

Kritiker sehen in Bezos’ Entscheidung eine Bedrohung für die Pressefreiheit und werfen ihm vor, die Zeitung für seine politische Ideologie zu instrumentalisieren.

Quelle: Nieman Journalism Lab

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